YOGAMUDRA – die Stellung des Kindes

Schmelzen & sich getragen fühlen

Yogatherapie, Yoga Einzelstunden
YOGAMUDRA / die Stellung des Kindes / BALASANA / Babypose

YOGAMUDRA, Balasana oder auch die Stellung des Kindes erdet und lässt uns in Stille ankommen.

Asanas, die als Mudras geführt werden, haben einen besonderen therapeutischen Wert

Sie gleichen PRANA, Lebensenergie aus und bringen sie zum Strömen.

Was macht nun diese Haltung in der Vielheit der Asanas zu einem Mudra? Einem Siegel? Zu YOGA – Mudra?

Yogamudra entspricht der Körperhaltung eines Babies im Bauch seiner Mutter. Dabei verbinden sich alle Qualitäten einer Vorbeuge: die Entspannung der Körperrückseite zusammen mit der Kompression der Bauchorgane beleben in uns die Empfindung von Geborgenheit. Bei keiner anderen Körperhaltung gibt es so viele Berührungspunkte mit dem eigenen Körper, so lässt uns Yogamudrasana vor allem FÜHLEN

  • der Bauchraum schmiegt sich an die Oberschenkel: die Bauchorgane werden über diesen Druck und der Bewegung des Zwerchfells mit jeder Ein- und Ausatmung massiert und gestärkt. Besonders der auf- & absteigende Dickdarm profitiert. So unterstützt die Stellung des Kindes den Körper beim Stoffwechsel und dem Abtransport toxischer Abfallprodukte.
  • die Schienbeine und Fußrückseiten drücken sanft in den Boden
  • die Unterschenkel drücken sich an die Oberschenkel
  • der Stirnpunkt (Ajna Chakra) sinkt schwer zum Boden
  • die Gesichtszüge entspannen sich und mit ihnen die Muskeln rund um Augen, Ohren und Kehle
  • das Gewicht des Kopfes dehnt die Wirbelsäule.
  • Spannungen im Nacken und am unteren Rücken schmelzen. Und auch rund um die Schulterblätter und den Trapezmuskeln wird es weich und durchlässig
  • Rücken, Wirbelsäule und die Flanken weiten sich während der Einatemphasen noch mehr, weil die Bauchseite „geschlossen“ ist. Die Atemhilfsmuskeln werden dadurch geschmeidiger
  • während der Ausatemphase werden die Bauchorgane „ausgewrungen“
  • dabei kann der Beckenraum vollkommen entspannen
  • die Arme berühren den Rumpf und sinken dabei zur Erde
  • die Schwerkraft trägt, die Muskeln entspannen
  • das Herz ist entspannt

Loslassen und Ankommen werden in Yogamudra unsere stärkste Empfindungen

Man kann die Stellung des Kindes als die Vorbeuge verstehen. In vollkommener Harmonie zur Dehnung der Körperrückseite, werden die Bauchorgane sanft massiert. Die Sinne und der Geist beruhigen sich. Wir fühlen und finden vom TUN ins SEIN.

Das Sinken der Stirn in den Boden und die großen Berührungsflächen mit dem eigenen Körper entspannen unsere Nerven. Muskeln lösen ihre Anspannung. Die Schwerkraft übernimmt, so fühlen wir uns getragen.

Durch das Loslassen und Ankommen mit der Stirn am Boden entwickeln wir Hingabe. Yogamudra ist eine Verneigung und drückt Hingabe aus.

Und Hingabe befreit uns vom Druck, den wir empfinden, wenn wir zu sehr von Zielvorstellungen geleitet sind. Emotional entsteht eine Rückbindung an unsere Zeit im Mutterleib, losgelöst und genährt.

Dabei reguliert sich Agni, das innere Feuer, die Kraft der Transformation. Auf physischer Ebene bedeutet Agni, sich eines gesunden Stoffwechsels zu erfreuen. Als Feuer im Herzen, Begeisterungsfähigkeit und die Kraft weniger Erfreuliches verdauen und auf gesunde Art zu integrieren.

Wenn Agni in uns ausgeglichen und lebendig ist, fühlen wir emotionale Leichtigkeit, weil wir unnötigen emotionalen Ballast in seinen verschiedenen Ausprägungen nicht nur erkennen, sondern auch den Mut und die geistige Klarheit entwickeln, diesen abzuwerfen.

Balasana / Babypose / die Stellung des Kindes / das zusammengerollte Blatt / Yogamudrasana bringt uns zu unserer Quelle zurück und weckt sanft unser spirituelles Empfinden.

About nathalie andrée

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