Vishuddha Chakra – das Kehlchakra

„…the entire process of yoga is one of remembering who you really are“

Kino Mc Gregor
Vishuddha Chakra Kehlchakra

Vishuddha ist das fünfte Chakra. Es befindet sich zwischen dem Herz, unserem emotionalen Raum und dem Geist, Zentrum unserer Intelligenz. Das Kehlchakra ist dem Element Äther und RAUM zugeordnet. Äther bezeichnet das Medium, in dem Schwingung sich ausbreitet.

Es umfasst unseren Hörsinn und unsere Fähigkeit zu sprechen. Beides verbindet unseren individuellen Innenraum mit der Aussenwelt, mit unseren Mitmenschen und mit allem, was sich um uns bewegt bis in die Unendlichkeit. Auf das Kehlchakra zu meditieren, bringt unser Denken und Fühlen in Einklang, unser individuelles Bewusstsein in Harmonie mit dem kosmischen.

Selbstvertrauen, ein gelungener Ausdruck und eine offene Kommunikation sind Vishuddha Chakra Themen

Wir kennen kleinere Dissonanzen als vorübergehende Störung, wenn uns eine Situation nervös macht und es nicht leicht fällt zu sprechen; oder wenn wir Tränen unterdrücken, etwas ansprechen wollen, das uns am Herzen liegt, und dann den entscheidenden Moment vorüber ziehen lassen. Dann fühlen wir unsere Vishuddhaenergie blockiert.

Manchmal ist es aber auch so, daß unsere Worte zu weit gehen, verletzen – Gewalt anstatt Frieden nähren. Oder wir reden ständig, ohne anderen zuzuhören. Auch hier ist die Energie des Kehlchakras nicht in Balance.

Worte können Geschenke sein oder wie Giftpfeile… Magie oder Zerstörung verursachen…

Sich mit den vielschichtigen psychologischen Themen des Kehlchakras auseinanderzusetzen, führt dazu, weniger einen Eiertanz um die eigenen Befindlichkeiten zu machen. Empfindsamer zu werden in Bezug auf subtilere Facetten unserer Kommunikation hilft uns, unsere eigenen Unzulänglichkeiten mehr anzunehmen und zu transformieren. Wir lernen wegzulassen, was uns beengt (DUKHA), besser zuzuhören und uns authentisch auszudrücken. Das macht uns heiterer, gelöster, großzügiger.

Vishuddha Chakra & das Raumelement in der Yogapraxis

Mit Asanas lernen wir durch den Körper die materielle bzw. strukturelle Ebene unseres Seins zu überwinden, mit dem Körper in Verbindung mit der Unendlichkeit zu kommen. Das ist etwas, das sich in unserer Praxis ganz natürlich einstellt.

Hier zwei Beispiele:

Szenario 1:

Wir üben ASANA in einer Variante, die uns gefällt. Es geht uns gut, die Energie kommt ins Fließen ..

Ein Glücksgefühl! Der Körper fühlt sich leichter an und ein Gefühl der Weite im Herzen, im Geist, im Atem erfüllt dich. Diese Weite in Dir läßt die Grenzen zwischen Innen und Aussen verschmelzen, verschwimmen bis sich der Unterschied zwischen Innen und Außen ganz auflöst. Du bist vollkommen präsent in der Unendlichkeit, dein Bewusstsein RUHT in der Unendlichkeit. Es gibt keine Dissonanz zwischen Innen und Aussen, du fühlst Sattchitananda, – du bist IM Zustand unendlicher Glückseligkeit aber du bist gleichzeitig Glückseligkeit, nichts trennt dich…

Szenario 2:

Oder aber du übst was Neues, zum Beispiel eine neue Drehsitzvariante. Du fühlst dich ganz eckig und eingeengt, dein Brustraum ist eingesunken, dein Atem ist flach und beschleunigt sich, der eine Arm zu kurz, der andere zu lang! Du fühlst dich verbrezelt, rien ne va plus! Nichts macht deinen Körper als Hindernis mehr spürbar…und dann läßt du Raum entstehen, zuerst im Geist, kommst ins Spüren also in Verbindung nach innen und löst die Haltung soweit auf bis die Energien und der Atem wieder strömen können. Auch in dieser Situation findest du von der Enge in den Raum (Sattchittanander – Selbstvergessenheit)

mit Asanas überwinden wir also die körperliche Ebene und wir finden uns im RAUM

Asanas zu üben, bringt uns ins Hier und Jetzt, sie weisen den Weg vom Groben zum Subtilen, von der Enge in die Weite… Wie ein körperliches Mantra das sich auf den Geist überträgt, stellt sich mit jedem Atemzug die Frage: Wie finde ich Weite und Stabilität, Wurzeln und Flügel? Wir finden Weite/Raum indem wir nachgeben und Kraft gezielt einsetzen, uns besser ausrichten. Was wir über Vishuddha in unserer Asanapraxis erkennen, übertragen wir bewußt oder unbewußt in den Alltag. Wir lernen hinzuschauen, uns der Realität zu öffnen anstatt zu leugnen, und treffen so bessere ENTSCHEIDUNGEN.

Wo braucht es mehr Willenskraft? Was kann ich loslassen? Was will ich nach außen bringen? Wie will ich es nach außen bringen? Wo empfinde ich Stagnation? usw…

Wir setzen im Yoga die eigene Stimme etwa in Atemübungen wie Bhrmhari ein, um den Brust und Kehlbereich in Vibration zu bringen.Das energetisiert das Kehlchakra oder rezitieren Mantra. Mantra szu wiederholen, hat das Potential (mit der Zeit) belastende Glaubenssätz aufzulösen. Sie geben den Praktizierenden eine neue sattvische Basis, die sie trägt und nährt.

Bhandhas (eine Technik , die sich uns erst durch eine länger konsequente Zeit des Übens erschließt) bringen unsere Energien ins Lot und richten den Körper harmonisch auf. Mentale Blockaden, die sich im Körper manifestieren, lösen sich so auf und wir merken das wir freier und unverstellter leben.

Impulse für deine Yogapraxis: DAS KEHLCHAKRA HARMONISIEREN

& BIJA MANTRA MEDITATION

Sitze im Schneidersitz oder auf einem Stuhl, schließe deine Augen und finde mit Gedanken und Gefühle in deinen Körper. Entspanne Gedanken und Gefühle. Bringe deine Wahrnehmung zur Halsgrube. Hinterkopf, Nacken und oberer Rücken in Harmonie zueinander. Wiederhole (nicht mechanisch und manisch, aber ruhig entspannt ohne Erwartung) mental immer wieder das Bijamantra für Vishuddha „HAM“ Lass dir Zeit. Lass es immer wieder aus der Stille aufsteigen

Bleib entspannt im Augenblick….

& REFLEXIONEN

Was drücke ich aus und welche Anteile teile ich nicht?

Wie finde ich in eine entspannte Atmosphäre?

Mit wem fühle ich mich so gelöst, dass ich mich frei fühle?

Wann habe ich Momente der Selbstvergessenheit?

Neige ich zu Mutlosigkeit und Passivität?

Bin ich glücklich in meinen Beziehungen zu anderen Menschen?

& MANTRA Rezitation

Ein einfaches Mantra, das unser Selbstvertrauen stärkt: beginne deine Yogapraxis, indem du dieses Mantra mehrere Male laut oder mental wiederholst:

SHRADDHA-YA-NAMAHA “ – Ich verneige mich vor der Kraft der Zuversicht“

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